Vergleich

Linetrack vs.
Feinplanungssystem

Feinplanungs- und APS-Systeme machen etwas Ähnliches wie Linetrack: Sie ziehen die Stunden aus dem ERP und brechen sie auf Ressourcen und Personal in den Abteilungen herunter. Der Unterschied liegt darin, wofür sie gebaut sind. Dieser Vergleich zeigt, wo ein Feinplanungssystem stark ist, wo es bei langlaufenden Projekten schwerfällig wird und wann es die richtige Wahl bleibt.
Linetrack im Vergleich zu einem Feinplanungssystem für die Kapazitätsplanung von Abteilungen und Personal

Kurzfassung

Ein Feinplanungssystem und Linetrack arbeiten mit derselben Grundlage: den Stunden aus dem ERP. Das Feinplanungssystem verteilt sie im Detail auf Maschinen, Arbeitsplätze und Personal einer Abteilung, typischerweise in der Fertigung und für die nächsten Tage und Wochen. Linetrack verteilt sie auf Projekte und Abteilungen über die ganze Projektlaufzeit: mit Vorgängen, Abhängigkeiten zwischen Abteilungen, kritischem Pfad und einem Kapazitäts-Histogramm über alle Projekte. In der Serienfertigung ist das Feinplanungssystem das richtige Werkzeug. Bei langlaufenden Projekten, die viele Abteilungen durchlaufen, braucht es die Projektsicht, und die Abteilungsleitung plant ihren Anteil darin selbst.

StadlerSTOLLSchnaithmannMSGLANG TECHNIKInVENTerKSKSCHIRMACHERVOWEMAKrüger & SaleckerBAVIUSSAMALPHA PLANSCHAUENBURGGRÜBL Automatisierungstechnik GmbHbpmHywaxPGA AnlagenbauKSK AutomationProla Automation
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400+

abgelöste Excel-Listen
und Planungstools

39 %

der Kunden mit laufender Schnittstelle
haben das ERP angebunden

1512+

parallel gesteuerte
Industrieprojekte

10 Tage

Median bis zum ersten
selbst geplanten Projekt

*Alle Kennzahlen auf dieser Seite stammen aus einer Vollerhebung aller produktiven Linetrack-Implementierungen, Stand August 2026.

Ausgangslage

Wofür Feinplanungssysteme gebaut wurden

Feinplanungs- und Leitstandsysteme, oft unter dem Begriff APS zusammengefasst, terminieren die Fertigung. Aus dem ERP kommen Aufträge, Arbeitsgänge und Vorgabezeiten. Das System verteilt sie auf Maschinen, Arbeitsplätze und Personal und berücksichtigt dabei je nach System Schichten, Qualifikationen und Reihenfolgen. In der Serien- und Variantenfertigung ist das ein etabliertes Werkzeug.

Die Grundidee ist dieselbe wie bei Linetrack: Stunden aus dem ERP werden auf reale Kapazität heruntergebrochen. Der Unterschied liegt im Planungsobjekt. Das Feinplanungssystem plant Arbeitsgänge in einer Abteilung, Linetrack plant Vorgänge in Projekten, die mehrere Abteilungen durchlaufen. Welche Systemkategorien es daneben gibt, ordnet der Software-Vergleich ein.

Planungsebenen

Wo das Feinplanungssystem in der Planung sitzt

Industrieprojekte werden auf drei Ebenen geplant: Projektplanung mit Ressourcen-Forecast, Feinplanung und Personaleinsatz in den Abteilungen, Task-Tracking bei den Mitarbeitenden. Das Feinplanungssystem arbeitet auf der mittleren Ebene. Dort belegt es Maschinen, Arbeitsplätze und Personal einer Abteilung, meist der Fertigung, und das sehr genau.

Nach oben fehlt ihm der Projektplan: Dass die Konstruktion drei Wochen hinter Plan liegt, sieht die Fertigung erst, wenn der Auftrag spät ankommt. Abteilungen ohne Feinplanungssystem planen ihr Personal ohnehin in Excel-Listen. Linetrack verbindet die drei Ebenen: Der Forecast der Projektleitung wird zur Abteilungsplanung, der Personaleinsatz zur Aufgabe, die Rückmeldung zum Ist-Stand. Eine Fertigungsfeinplanung kann daneben bestehen bleiben. Wie Linetrack Abteilungen und Personal plant, beschreibt die Seite Ressourcen und Kapazität.

  1. Vertrieb und Projektleitung

    Projektplanung und Ressourcen-Forecast

    Terminplan über die Projektlaufzeit und eine Vorhersage, welche Abteilung wann wie viele Stunden braucht.

    Typisch im Einsatz:
    • MS Project
    • Primavera P6
    • Excel
    Kostenseite:
    • ERP-Projektmodul

    Der Forecast geht als Ressourcenbedarf an die Abteilungen.

  2. Abteilungsleitung

    Feinplanung und Personaleinsatz

    Die Abteilung plant ihren Anteil fein und teilt einige Wochen vor Beginn der Arbeitsphase das Personal ein.

    Typisch im Einsatz:
    • Feinplanungssystem (dieser Vergleich)
    • Excel-Listen

    Aus dem Personaleinsatz wird die Aufgabe: Person, Tätigkeit, Fälligkeitsdatum.

  3. Mitarbeitende

    Task-Tracking

    Aufgaben abarbeiten und zurückmelden. Die Rückmeldung macht aus dem Soll-Stand des Plans einen Ist-Stand.

    Typisch im Einsatz:
    • Trello
    • Asana
    • Monday.com
    • Stackfield
    • Microsoft To Do

    Der Ist-Stand geht zurück in die Projektsteuerung: Soll-Ist-Vergleich, Szenarien, Umplanung.

Linetrack verbindet alle drei Ebenen auf einer Datenbasis

  1. Der Forecast landet direkt in der Abteilungsplanung
  2. Der Personaleinsatz erzeugt die Aufgaben
  3. Die Rückmeldung per App aktualisiert den Plan
  4. Soll-Ist und Szenarien in der Steuerung

Heute arbeitet jede Ebene oft in einem eigenen System. Abgeglichen wird per E-Mail, Meeting und Excel-Liste.

Bruchkante

Wo die Feinplanung an ihre Grenze kommt

Die Grenze liegt nicht in der Rechenleistung. Sie liegt dort, wo aus Fertigungsaufträgen langlaufende Projekte werden, die viele Abteilungen nacheinander durchlaufen.

Keiner dieser Punkte ist ein Fehler der Feinplanung. Sie ist für die Fertigung gebaut. Bei komplexen, langlaufenden Projekten wird sie aber schnell zum Verwaltungsaufwand. Wie Linetrack Kapazitäten von Abteilungen und Personal plant, beschreibt die Seite Ressourcen und Kapazität.

  1. Die Feinplanung kennt ihre Abteilung, nicht das Projekt. Sie plant die Fertigung genau. Dass die Fertigung auf eine Konstruktion wartet, die drei Wochen hinter Plan liegt, sieht sie erst, wenn der Auftrag verspätet ankommt.
  2. Gepflegte Stammdaten sind Voraussetzung. Arbeitspläne, Vorgabezeiten und Ressourcen müssen vollständig gepflegt sein, sonst rechnet das System mit falschen Werten. Im Projektgeschäft entstehen viele Arbeitsschritte aber erst während der Konstruktion.
  3. Abhängigkeiten über Abteilungen sind selten vorgesehen. Nur wenige Feinplanungssysteme sind dafür gebaut, große Projekte mit ihren Abhängigkeiten über Abteilungen hinweg zu terminieren und zu überblicken.
  4. Die Bedienung ist auf Planungsspezialisten zugeschnitten. Feinplanungssysteme sind mächtig und entsprechend schwer zu bedienen. Projektleitung und Fachabteilungen außerhalb der Fertigung arbeiten deshalb selten darin.
  5. Detailtiefe über den ganzen Horizont kostet Pflege. Wer ein Projekt über zwölf Monate auf Arbeitsgangebene plant, plant vieles, was sich bis dahin ändert. Für den langen Horizont reicht eine gröbere Planung je Abteilung, die zum Termin hin feiner wird.

Im Vergleich

Feinplanungssystem
gegen Linetrack

Sieben Punkte, an denen sich der Zuschnitt im Alltag zeigt. Es geht nicht um Funktionslisten, sondern darum, wofür das jeweilige System gebaut ist.

In einem Punkt ist die Feinplanung voraus: bei der detaillierten Belegung von Maschinen und Arbeitsplätzen auf Arbeitsgangebene. Diesen Anspruch erhebt Linetrack nicht. Die übrigen Zeilen sind eine Frage des Zuschnitts, Fertigung gegen Projekt. Den Rahmen dazu beschreibt die Seite Multiprojektmanagement.

AspektFeinplanungssystem
PlanungsobjektArbeitsgang an Maschine, Arbeitsplatz oder PersonVorgang in einem Projekt, zugeordnet zu Abteilung und Mitarbeiter
ReichweiteMeist eine Abteilung, typischerweise die FertigungAlle Abteilungen und Projekte auf einer Datenbasis
HorizontTage bis Wochen im DetailGanze Projektlaufzeit, grob bis fein
Stunden aus dem ERPVorgabezeiten aus ArbeitsplänenStundenvorgaben, auf Vorgänge und Abteilungen verteilt
AbhängigkeitenReihenfolgen innerhalb der FertigungAnordnungsbeziehungen über Abteilungen, kritischer Pfad
StammdatenVollständige Arbeitspläne und Ressourcen als VoraussetzungPlanung je Abteilung möglich, bevor jeder Arbeitsschritt feststeht
Wer plantFertigungssteuerung und PlanungsspezialistenProjektleitung grob, Abteilungsleitung fein, Mitarbeiter melden per App zurück

Sicherheit & Vertrauen

Ihre Daten. Sicher in Deutschland.

Linetrack läuft vollständig in der EU – gehostet bei einem ISO-zertifizierten Partner, durchgängig verschlüsselt und regelmäßig gesichert.

Made in the EU

DSGVO-konform

Gehostet in Deutschland

Anwendung, Datenbank und Backups laufen ausschließlich bei Hetzner im Rechenzentrum Falkenstein.

Vollständig DSGVO-konform

Ihre Daten werden ausschließlich in der EU verarbeitet und gespeichert.

ISO/IEC 27001:2022-zertifiziertes Rechenzentrum

Unser Hosting-Partner betreibt das Rechenzentrum nach dem international anerkannten Sicherheitsstandard ISO/IEC 27001.

Verschlüsselt in Transit und im Ruhezustand

Datenübertragung über TLS 1.2/1.3, Speicherung mit AES-256-Verschlüsselung.

Mehrstufige Backups

Stündliche, tägliche und monatliche Backups mit einer Wiederherstellungszeit von in der Regel unter einer Stunde.

Ehrliche Abgrenzung

Wann ein Feinplanungssystem die richtige Wahl bleibt

In diesen vier Fällen bringt Linetrack gegenüber der Feinplanung keinen Gewinn:

  1. Reine Serienfertigung. Wer ausschließlich Serien fertigt, ohne Projektcharakter, braucht keine Projektplanung, sondern eine starke Fertigungsfeinplanung aus dem ERP heraus. Linetrack wird erst relevant, wenn Entwicklungsprojekte dazukommen.
  2. Die Maschinenbelegung ist der Engpass. Liegt das Problem in Rüstzeiten, Reihenfolgen und Maschinenauslastung einer Fertigung, gehört es in die Feinplanung.
  3. Stammdaten und Feinplanung funktionieren. Gibt es verlässliche Arbeitspläne und Vorgabezeiten und wird die Feinplanung im Betrieb gelebt, gibt es keinen Grund, sie abzulösen.
  4. Projektgeschäft mit eigener Serienfertigung. Dann ist oft beides sinnvoll: Linetrack für Projekte und Abteilungen, die Feinplanung für die Belegung in der Fertigung.
Kapazitätsplanung von Abteilungen und Personal in Linetrack über mehrere parallele Projekte

Der Fall, in dem Linetrack den Unterschied macht: langlaufende Projekte, die Konstruktion, Einkauf, Fertigung und Montage nacheinander durchlaufen und sich dabei Personal teilen. Wie die Stundenvorgaben aus dem ERP dafür übernommen werden, zeigt der Vergleich mit dem ERP-Projektmodul.

Zusammenspiel

Wie Linetrack neben der Feinplanung arbeitet

Linetrack nimmt dieselbe Grundlage wie die Feinplanung: Aufträge, Projektnummern, Kostenstellen und Stammdaten aus dem ERP, dazu die Stundenvorgaben. Ist-Stunden und Abwesenheiten aus der Zeiterfassung fließen in die Kapazitätsplanung ein, damit mit der tatsächlich verfügbaren Zeit gerechnet wird.

Die Abteilungsleitung plant ihren Anteil bis auf Mitarbeiterebene, Mitarbeiter sehen ihre Aufgaben und melden über Web und mobile App zurück. Welche Systeme angebunden werden, steht unter Schnittstellen und Integrationen.

Aufgabenverteilung auf Mitarbeiterebene in Linetrack mit Rückmeldung aus der Fläche

Im Median vergehen zwischen Kick-off und dem ersten selbst geplanten Projekt zehn Arbeitstage, unabhängig von der Unternehmensgröße. Den Ablauf beschreibt die Seite Einführung.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Noch Fragen?

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Was ist der Unterschied zwischen einem Feinplanungssystem und Linetrack?

Beide verteilen Stunden aus dem ERP auf reale Kapazität. Ein Feinplanungssystem plant Arbeitsgänge auf Maschinen, Arbeitsplätze und Personal einer Abteilung, meist der Fertigung, für die nächsten Tage und Wochen. Linetrack plant Vorgänge in Projekten über alle Abteilungen und die ganze Laufzeit, mit Abhängigkeiten, kritischem Pfad und Kapazität über alle Projekte.

Ersetzt Linetrack ein Feinplanungssystem?

In der Serienfertigung nicht. Wo Maschinenbelegung und Reihenfolgen in der Fertigung die Kernaufgabe sind, bleibt die Feinplanung das passende Werkzeug. Im Projektgeschäft planen die Abteilungen ihre Kapazität in Linetrack, und die Fertigungsfeinplanung kann daneben bestehen bleiben.

Kann Linetrack bis auf Mitarbeiterebene planen?

Ja. Die Projektleitung plant grob mit Terminen und Ressourcenbedarf, die Abteilungsleitung plant ihren Anteil fein: Arbeitsschritte, Personal auf Mitarbeiterebene und Aufgabenverteilung. Mitarbeiter melden über Web und mobile App zurück.

Warum sind Feinplanungssysteme für Projekte oft zu schwerfällig?

Sie brauchen vollständig gepflegte Stammdaten und sind auf die detaillierte Belegung in der Fertigung zugeschnitten. Im Projektgeschäft entstehen viele Arbeitsschritte aber erst während der Konstruktion, und die Termine hängen von Abteilungen ab, die nicht in der Feinplanung liegen.

Plant Linetrack automatisch um?

Nein. Linetrack rechnet eine Verschiebung durch die Kette der verknüpften Vorgänge, markiert den kritischen Pfad und zeigt die Wirkung im Kapazitäts-Histogramm. Entschieden wird von Menschen; eine Überlastung gleicht Linetrack nicht selbsttätig aus.

Woher kommen die Stunden, mit denen Linetrack plant?

Aus dem ERP: Aufträge, Projektnummern, Kostenstellen und Stammdaten werden laufend abgeglichen, dazu die Stundenvorgaben. Ist-Stunden und Abwesenheiten kommen aus der Zeiterfassung. Beides ist keine Voraussetzung für den Start. Details stehen auf der Seite ERP-Integration.