Software-Vergleich
Multiprojektmanagement-Software
im ehrlichen Vergleich
ERP-Projektmodule, agile Tools, Gantt-Planer, Excel-Eigenbau, Feinplanungssysteme: Jede Kategorie löst einen Teil des Problems – und schafft eine neue Insel. Dieser Vergleich zeigt, was welche Kategorie kann, wo sie an ihre Grenzen stößt und wann welche Wahl richtig ist.

Kurzfassung
Multiprojektmanagement-Software lässt sich in fünf Kategorien einordnen. Jede deckt einen Ausschnitt der Projektsteuerung ab – und bleibt eine isolierte Insel ohne Verbindung zur restlichen Systemlandschaft:
Linetrack verbindet Projekt- und Abteilungsplanung mit ERP- und Zeiterfassungssystemen in einem kollaborativen System – im Einsatz bei Stadler Rail, Schnaithmann, LANG Technik und MSG Solutions.
5,5
abgelöste Planungstools
pro Kunde im Schnitt
176+
abgelöste Excel-Listen
und Planungstools
1.512+
parallel gesteuerte
Projekte
4.000+
abgeschlossene
Industrieprojekte
*Werte aus produktiven Linetrack-Implementierungen, Stand Juli 2026.
Der Markt in 5 Kategorien
Welche Multiprojektmanagement-Software gibt es überhaupt?
Wer Projektmanagement-Software vergleicht, vergleicht meist Anbieter. Sinnvoller ist es, zuerst die Kategorien zu verstehen – denn die entscheiden, welches Problem ein System überhaupt lösen kann. Fünf Kategorien decken den Markt ab. Und in fast jedem Industrieunternehmen sind mehrere davon gleichzeitig im Einsatz: im Schnitt 5,5 Planungstools pro Unternehmen, bevor Linetrack sie ablöst.
ERP-Projektmodule
Nahezu jedes ERP-System bringt ein Projektmodul mit. Sein Zuhause ist der Projektstrukturplan: Stunden kalkulieren, Kosten verbuchen, Budgets controllen. Dafür ist es gebaut – und darin ist es gut. Für die Terminplanung ist es das nicht: zu kompliziert, zu wenig Übersicht, zu hoher Pflegeaufwand. In der Praxis passiert deshalb fast immer dasselbe: Die Termine wandern zurück in Excel oder andere Systeme, und das ERP-Modul dokumentiert nur noch, was längst entschieden ist.

APS- und Feinplanungssysteme
Feinplanungs- und Leitstandsysteme terminieren die Fertigung: aus dem ERP gespeist, planen sie Personaleinsatz und Ressourcen der Abteilungen im Detail. Für die Serienfertigung ein etabliertes Werkzeug. Für komplexe, langlaufende Projekte werden sie zum Verwaltungsmonster: Sie brauchen perfekt gepflegte Stammdaten, sind schwer zu bedienen – und nur wenige sind dafür geeignet, große Projekte mit ihren Abhängigkeiten über Abteilungen hinweg zu terminieren und zu überblicken.


Agile PM-Tools
Boards, Sprints, Tasks: Agile Tools sind für Teams gebaut, die iterativ ohne festen Zieltermin arbeiten – Softwareentwicklung, Marketing, Agenturen. Im Taskmanagement eines einzelnen Teams sind sie stark. Plangetriebene Industrieprojekte funktionieren aber anders: Es gibt einen zugesagten Liefertermin, einen kritischen Pfad und Abteilungen, die sich dieselben Ressourcen teilen. Eine Termin- und Kapazitätsplanung über parallele Projekte hinweg bilden agile Tools nicht ab – dafür wurden sie nie gebaut.


Klassische Projektplanungs-Software
Gantt-Diagramm, Meilensteine, Abhängigkeiten: Klassische Planungswerkzeuge wie MS Project beherrschen die Terminplanung einzelner Projekte. Genau da liegt aber die Grenze: Der Plan lebt auf dem Rechner des Projektleiters. Keine Verbindung zur Abteilungsplanung, keine projektübergreifende Kapazitätssicht, keine Anbindung an ERP oder Zeiterfassung. Jeder Plan ist eine eigene Insel – und was die Fachabteilungen wirklich leisten können, steht auf keiner davon.


Excel und Eigenbau-Lösungen
Die am weitesten verbreitete Kategorie – gerade in der Personaleinsatzplanung. Excel ist flexibel, jeder kann es, und über die Jahre entsteht in jeder Abteilung eine eigene Lösung, teils sogar mit eigener Datenbank dahinter. Der Preis: keine gemeinsame Datenbasis, keine Verbindung zwischen den Listen, alles nur so aktuell wie die letzte manuelle Pflege. Von den 176 Planungstools, die Linetrack bei seinen Kunden abgelöst hat, waren 143 Excel-Lösungen.


Der eigentliche Denkfehler
Das Problem ist oft nicht das Tool –
es ist die fehlende Verbindung
Jede der fünf Kategorien löst einen Ausschnitt: das ERP das Controlling, agile Tools die Tasks, Gantt-Planer die Termine, Excel die Lücken dazwischen, die Feinplanung die Abteilungsressourcen. Und jede Einführung eines neuen PM-Tools wiederholt denselben Fehler: Sie löst die Projektplanung ab – und stellt eine weitere Insel neben die bestehenden. Die Projektplanung kennt die Abteilungsauslastung nicht. Die Feinplanung kennt die Projekttermine nicht. Und zwischen allen Systemen läuft der Abgleich manuell: per E-Mail, per Meeting, per noch einer Excel-Liste.
Entscheidend ist nicht, welches Planungstool ein Unternehmen einführt – sondern ob es Projektplanung, Abteilungsplanung, ERP und Zeiterfassung zu einer gemeinsamen Datenbasis verbindet.
Der Unterschied
Ein System, das die Inseln verbindet
Linetrack ist strenggenommen ein plangetriebenes Projektplanungswerkzeug – gebaut für Termin- und Kapazitätsplanung in komplexen Industrieprojekten. Der Unterschied zu allen fünf Kategorien: Linetrack ersetzt nicht nur die Projektplanung, sondern verbindet sie mit dem, was drumherum existiert.
Projektplanung + Abteilungsplanung
Projektleitung und Fachabteilungen planen im selben System. Jeder zugesagte Termin wird gegen die reale Auslastung von Konstruktion, Fertigung und Montage geprüft – über alle parallelen Projekte hinweg.


Angebunden ans ERP
Linetrack ersetzt das ERP nicht, sondern ergänzt es um die vorausschauende Planungssicht. Schnittstellen zu SAP, proALPHA, AP+ und weiteren Systemen halten Stammdaten und Aufträge synchron – ohne doppelte Pflege.


Angebunden an die Zeiterfassung
Ist-Stunden und Abwesenheiten fließen automatisch in die Kapazitätsplanung ein – über Anbindungen an AIDA, tisoware, Finkzeit, OptiTime oder VenDoc. Die Planung rechnet mit dem, was wirklich verfügbar ist.


Kollaborativ statt Einzelplatz
Der Plan lebt nicht auf dem Rechner des Projektleiters, sondern im gemeinsamen System – inklusive Task-Tracking über die Linetrack App und strukturierter Einbindung von Lieferanten. Statusabfragen per E-Mail entfallen.


Wann nicht Linetrack
Wann eine andere Kategorie
die bessere Wahl ist
Kein System ist für alles richtig – auch Linetrack nicht. Zwei Fälle, in denen eine andere Kategorie besser passt:
Agiles Team ohne Zeitvorgabe
Ein kleines Team, iteratives Arbeiten, keine festen Liefertermine, geringe Komplexität: Dann ist ein agiles PM-Tool die richtige Wahl – leichtgewichtiger und schneller eingeführt, als es ein Planungssystem je sein kann.

Reine Serienfertigung
Wer ausschließlich Serien fertigt, ohne Projektcharakter, braucht keine Projektplanung, sondern eine starke Fertigungsfeinplanung aus dem ERP heraus. Linetrack wird hier erst relevant, wenn Entwicklungsprojekte dazukommen.

Für alles dazwischen – plangetriebene Projekte mit geteilten Ressourcen, mehreren Abteilungen und externen Beteiligten – ist die verbundene Planung der entscheidende Unterschied.
Referenzen
Von Excel und Software-Inseln zur gemeinsamen Datenbasis
FAQ
Häufig gestellte Fragen
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Welche Arten von Multiprojektmanagement-Software gibt es?
Welche Arten von Multiprojektmanagement-Software gibt es?
Der Markt lässt sich in fünf Kategorien einteilen: ERP-Projektmodule, agile PM-Tools, klassische Projektplanungs-Software wie MS Project, selbstgebaute Excel-Lösungen und APS- bzw. Feinplanungssysteme. Jede Kategorie deckt einen Ausschnitt ab – Controlling, Taskmanagement, Terminplanung oder Ressourcenplanung – und bleibt ohne Verbindung zu den anderen Systemen eine Insellösung.
Warum reicht das Projektmodul im ERP-System nicht für die Terminplanung?
Warum reicht das Projektmodul im ERP-System nicht für die Terminplanung?
ERP-Projektmodule sind auf Kalkulation und Controlling im Projektstrukturplan ausgelegt, nicht auf operative Terminplanung. In der Praxis sind sie dafür zu kompliziert, zu unübersichtlich und zu pflegeaufwendig – die Terminplanung wandert deshalb fast immer zurück in Excel oder andere Systeme, und das ERP dokumentiert nur noch nachträglich.
Was ist der Unterschied zwischen Feinplanungssystemen und Multiprojektmanagement-Software?
Was ist der Unterschied zwischen Feinplanungssystemen und Multiprojektmanagement-Software?
Feinplanungs- und APS-Systeme terminieren die Fertigung: Sie planen Personaleinsatz und Ressourcen einzelner Abteilungen im Detail, gespeist aus dem ERP. Multiprojektmanagement-Software plant Termine, Kapazitäten und Abhängigkeiten über alle parallelen Projekte und Abteilungen hinweg. Das eine ersetzt das andere nicht – entscheidend ist die Verbindung beider Sichten auf einer gemeinsamen Datenbasis.
Sind agile Tools wie Kanban-Boards für den Maschinenbau geeignet?
Sind agile Tools wie Kanban-Boards für den Maschinenbau geeignet?
Für einzelne Teams mit iterativer Arbeitsweise ja – für plangetriebene Industrieprojekte nicht. Maschinenbau-Projekte haben zugesagte Liefertermine, einen kritischen Pfad und Abteilungen, die sich Ressourcen über mehrere Projekte teilen. Eine projektübergreifende Termin- und Kapazitätsplanung bilden agile Tools nicht ab.
Wie viele Planungstools nutzt ein Industrieunternehmen typischerweise parallel?
Wie viele Planungstools nutzt ein Industrieunternehmen typischerweise parallel?
Aus den Linetrack-Implementierungen: im Schnitt 5,5 Planungstools pro Unternehmen – überwiegend Excel-Listen, dazu Einzelplatz-Planungen und isolierte Systeme. Von 176 abgelösten Planungstools waren 143 Excel-Lösungen. Diese Fragmentierung, nicht das einzelne Tool, ist meist das eigentliche Problem.
Worauf sollte man beim Vergleich von Multiprojektmanagement-Software achten?
Worauf sollte man beim Vergleich von Multiprojektmanagement-Software achten?
Weniger auf den Funktionsumfang, mehr auf die Verbindung: Plant die Software Projekte und Abteilungskapazitäten in einem System? Bindet sie ERP und Zeiterfassung an, statt eine neue Insel zu schaffen? Können Fachabteilungen und externe Beteiligte mitarbeiten? Und lässt sie sich stufenweise einführen, ohne das Unternehmen zu überfordern?
Mehr erfahrenung
Linetrack im Detail
Die Funktionen hinter der verbundenen Termin- und Kapazitätsplanung:

























