Planen, ausführen, messen, nachsteuern – Projektplanung ist kein einmaliger Akt, sondern ein Regelkreis. Diese Seite erklärt die Begriffe, den Ablauf und die Werkzeuge, mit denen Industrieunternehmen ihre Projekte planen und über die gesamte Laufzeit steuern.
Projektplanung und Steuerung bezeichnet den Regelkreis aus Planen, Ausführen, Messen und Nachsteuern: Struktur, Termine und Kapazitäten werden vorab geplant, der Fortschritt wird laufend gegen den Plan gemessen. Linetrack führt beide Schritte in einer Datenbasis zusammen und macht Abweichungen sichtbar, bevor sie den Liefertermin kosten – im Einsatz unter anderem bei Schnaithmann Maschinenbau und der STOLL Gruppe.
1512
parallel gesteuerte Projekte
400+
abgelöste Planungswerkzeuge
4000+
abgeschlossene Industrieprojekte
10AT
im Median bis zum ersten geplanten Projekt
*Alle Kennzahlen auf dieser Seite stammen aus einer Vollerhebung aller produktiven Linetrack-Implementierungen, Stand August 2026.
Herausforderungen
Warum Projektpläne im Betrieb ihre Aussagekraft verlieren
100 % der Linetrack-Kunden nannten fehlende Transparenz als Ausgangsproblem, 91 % Excel- und Tool-Chaos, 59 % manuelle Statusabfragen. Mehrfachnennungen möglich – im Schnitt 3,8 gleichzeitig genannte Probleme pro Kunde. Vier Muster wiederholen sich dabei.
Der Plan altert ab dem ersten Tag
Der Projektstrukturplan entsteht einmal zum Kick-off und wird danach kaum fortgeschrieben. Nach vier Wochen bildet er die Realität nicht mehr ab – Entscheidungen fallen auf Basis eines Dokuments, das niemand mehr pflegt.
Der Ist-Stand kommt per Zuruf
59 % der Kunden nannten manuelle Statusabfragen als Ausgangsproblem: Der Projektleiter telefoniert Abteilungen ab, um zu erfahren, wo ein Vorgang steht. Bis alle Antworten da sind, ist der Stand wieder veraltet.
Soll und Ist liegen in getrennten Systemen
Die Planstunden stehen im Projektplan, die Iststunden in der Zeiterfassung. Ohne Verbindung entsteht der Soll-Ist-Vergleich einmal im Monat in einer Excel-Datei – zu spät, um im laufenden Projekt noch nachzusteuern.
Nachsteuern ohne Simulation ist Raten
Verzögert sich ein Vorgang um zwei Wochen, ist unklar, welche Folgevorgänge und welche parallelen Projekte das trifft. Ohne Szenariofunktion wird im Meeting geschätzt statt gerechnet – die Wirkung zeigt sich erst im nächsten Statusbericht.
Definition
Planung und Steuerung: worin sie sich unterscheiden
Projektsteuerung ist die laufende Regelung eines Projekts während der Ausführung: Fortschritt und Aufwand werden gegen den Plan gemessen, Abweichungen bewertet und Termine, Kapazitäten oder Umfang nachgezogen. Projektplanung legt die Struktur einmalig vorab fest – Projektsteuerung hält sie über die gesamte Laufzeit gültig. Ohne Steuerung ist ein Plan nur eine Momentaufnahme.
Die Trennung ist praktisch relevant: Wer nur plant, hat nach dem Kick-off ein Dokument. Wer steuert, braucht eine laufende Rückmeldung aus der Ausführung – Fortschritt je Vorgang, gebuchte Stunden, verschobene Termine. Im Maschinen- und Anlagenbau entscheidet genau diese Rückkopplung darüber, ob ein zugesagter Liefertermin gehalten wird oder erst vier Wochen zu spät als gefährdet auffällt. Was Steuerung im laufenden Projekt konkret bedeutet – welche Steuergrößen es gibt und wann eingegriffen wird – behandelt die Seite Projektsteuerung.
Bestandteile
Was gehört alles in die Projektplanung?
Projektplanung ist mehr als ein Terminplan. Sechs Bestandteile müssen zusammenpassen, damit aus einer Terminzusage eine belastbare Planung wird.
Projektstrukturplan: gliedert das Projekt in Phasen, Teilprojekte und Arbeitspakete. Er ist die Klammer, an der später jeder Termin, jede Stunde und jede Rückmeldung hängt.
Vorgänge und Abhängigkeiten: beschreiben, was in welcher Reihenfolge passiert. Erst die Anordnungsbeziehungen machen sichtbar, welche Verzögerung sich auf den Endtermin durchschlägt und welche im Puffer verschwindet.
Termine: legen Start, Ende und Dauer je Vorgang fest. Sie entstehen aus Aufwand und verfügbarer Kapazität – nicht aus dem gewünschten Liefertermin rückwärts gerechnet.
Ressourcen und Kapazitäten: ordnen jedem Vorgang die Abteilung oder Person zu, die ihn ausführt. Ohne diese Zuordnung ist ein Termin nur eine Absichtserklärung.
Meilensteine und Puffer: markieren die Punkte, an denen entschieden wird, und die Reserve, die Verzögerungen auffängt. Ein Plan ohne Puffer ist bei der ersten Lieferverzögerung ungültig.
Soll-Ist und Forecast: schließen den Kreis zur Steuerung. Der Plan wird zum Maßstab, gegen den gemessen wird, und der Forecast schreibt den Endtermin auf Basis des tatsächlichen Fortschritts fort.
Die ersten fünf Punkte sind Planung, der sechste ist bereits Steuerung. An dieser Nahtstelle entscheidet sich, ob ein Plan im Betrieb überlebt oder nach vier Wochen zur Ablage wird.
Ehrliche Abgrenzung
Was Linetrack nicht macht
Linetrack ist kein ERP-System und keine Zeiterfassung. Es plant und steuert Projekte – es rechnet sie nicht ab. Es gibt keine Artikelstammdaten, keine Stücklisten, keine Fakturierung und keine Lohnabrechnung. Wer eine dieser Funktionen sucht, braucht ein ERP, nicht Linetrack.
Auch die Ist-Zeiten entstehen nicht in Linetrack. Sie kommen per Schnittstelle aus dem System, in dem die Zeiten ohnehin gebucht werden: 50 % der Kunden mit laufender Schnittstelle importieren ihre Ist-Zeiten für den Soll-Ist-Vergleich, ausnahmslos alle die Personalabwesenheiten aus Zeiterfassung oder HR.
Das ist Absicht. Eine Projektsteuerung, die ihre eigene Zeiterfassung mitbringt, konkurriert mit dem System, das Personalabteilung und Betriebsrat ohnehin betreiben – und verliert. Welche Systeme angebunden werden und wie der Datenfluss läuft, steht unter Integrationen.
Was Linetrack leistet, ist die Klammer dazwischen: die gemeinsame Planungs- und Steuerungsebene, auf der Projektleitung, Fachabteilungen und Geschäftsführung dieselben Zahlen sehen. Aus fragmentierter Planung wird vollständige Projekt- und Portfolio-Transparenz.
Das macht Linetrack
Planungs- und Steuerungsebene
Soll-Ist-Vergleich
Projekt- und Portfolio-Transparenz
Das macht Linetrack nicht
ERP-System
Zeiterfassung
Lohnabrechnung
Schritt 1 – Planen
Planen: Struktur, Termine und Kapazitäten in einem Zug
Die Planung beginnt beim Projektstrukturplan: Phasen, Teilprojekte, Arbeitspakete. Darunter liegen Vorgänge mit Dauer, Anordnungsbeziehungen und der Abteilung, die sie ausführt. Weil Vorgang und Ressource in Linetrack dasselbe Objekt betreffen, prüft die Planung sofort, ob die geplanten Stunden in die verfügbare Kapazität passen – projektübergreifend, nicht nur im eigenen Plan.
Wie Termine und Kapazitäten dabei nativ zusammenlaufen, steht ausführlich unter Termin- und Kapazitätsplanung. Sobald mehrere Projekte um dieselben Konstrukteure, Elektroplaner und Monteure konkurrieren, wird aus Einzelprojektplanung faktisch Multiprojektmanagement – auch dann, wenn im Moment nur ein einzelnes Projekt geplant wird.
Diese Seite beschreibt die Methodik: Begriffe, Regelkreis und das Zusammenspiel der Planungsebenen. Wer stattdessen die konkreten Funktionen des Planungsmoduls sehen will – Ansichten, Bedienung, Demo –, findet sie auf der Produktseite Projektplanung.
Schritt 2 – Steuern
Steuern: messen, bewerten, nachsteuern
Sobald das Projekt läuft, wird der Plan zum Maßstab. Mitarbeiter melden Fortschritt über das Task-Tracking zurück, am Desktop oder mobil auf der Baustelle; die Ist-Zeiten kommen per Schnittstelle aus der Zeiterfassung. Aus beidem entsteht der laufende Abgleich zwischen dem, was geplant war, und dem, was tatsächlich passiert ist.
Zwei Themen vertiefen diesen Schritt. Das Gantt-Diagramm erklärt, wie Vorgänge, Abhängigkeiten und Meilensteine dargestellt werden – und warum ein Gantt-Diagramm mit darunterliegendem Kapazitäts-Histogramm etwas anderes ist als ein reiner Balkenplan. Der Soll-Ist-Vergleich zeigt, wie Planstunden und Iststunden je Vorgang gegenübergestellt werden, welche Kennzahlen daraus entstehen und ab welcher Abweichung eine Reaktion fällig ist.
Nachsteuern heißt in Linetrack nicht, den Endtermin zu verschieben und weiterzumachen. Der Projektleiter simuliert die Alternativen – Vorgang verlängern, Kapazität aufstocken, Arbeitspaket fremdvergeben, Reihenfolge tauschen – und sieht vor der Entscheidung, was jede Variante für die anderen Projekte im Portfolio bedeutet. Erst danach wird entschieden und der Plan angepasst.
Der Regelkreis
Planen, ausführen, messen, nachsteuern
Projektplanung und Projektsteuerung sind kein Nacheinander, sondern ein Kreis. Jede Runde erzeugt die Datengrundlage für die nächste – deshalb steht am Ende der Steuerung wieder eine Planung und keine Nachkalkulation.
Sinnvoll ist ein wöchentlicher Rhythmus, in Montage- und Inbetriebnahmephasen ein täglicher. Entscheidend ist nicht die Frequenz, sondern dass jede Runde auf denselben Daten aufsetzt statt auf einem neu zusammengetragenen Statusbericht.
1
Planen
Projektstrukturplan, Vorgänge, Termine und Kapazitäten entstehen in einer gemeinsamen Datenbasis. Der Plan ist damit ressourcengeprüft.
2
Ausführen
Die Arbeitspakete gehen als Aufgaben in die Abteilungen. Rückmeldungen laufen über das Task-Tracking – am Desktop und mobil.
3
Messen
Fortschritt und Iststunden werden gegen den Plan gestellt. Abweichungen je Vorgang, Arbeitspaket und Projekt sind sichtbar, ohne dass jemand Statusmails einsammelt.
4
Nachsteuern
Alternativen werden simuliert, entschieden und direkt im Plan umgesetzt. Die nächste Runde startet auf dem korrigierten Stand.
Case Study
Vom Statusbericht zur laufenden Steuerung
Vor Linetrack entstand der Projektstand aus Einzelmeldungen und Excel-Ständen, die erst in der Besprechung zusammengetragen wurden. Heute laufen Planung, Rückmeldung und Soll-Ist in einer Datenbasis – der Statustermin bewertet Abweichungen, statt sie zuerst einmal einzusammeln.
Was ist der Unterschied zwischen Projektplanung und Projektsteuerung?
Projektplanung legt vorab fest, wie ein Projekt ablaufen soll: Struktur, Vorgänge, Termine, Ressourcen und Puffer. Projektsteuerung hält diesen Plan während der Ausführung gültig – sie misst den Fortschritt gegen den Plan, bewertet Abweichungen und zieht Termine, Kapazitäten oder Umfang nach. Planung ist einmalig und vorab, Steuerung ist laufend und im Betrieb. Ohne Steuerung veraltet jeder Plan innerhalb weniger Wochen.
Was gehört alles in die Projektplanung?
In eine vollständige Projektplanung gehören sechs Bestandteile: der Projektstrukturplan als Gliederung, die Vorgänge mit ihren Abhängigkeiten, die Termine je Vorgang, die Zuordnung von Ressourcen und Kapazitäten, Meilensteine mit Puffern sowie der Soll-Ist-Abgleich mit Forecast. Fehlt die Ressourcenzuordnung, ist ein Termin nur eine Absichtserklärung – geplante Stunden ohne verfügbare Kapazität ergeben keinen belastbaren Liefertermin.
Was ist Projektcontrolling?
Projektcontrolling ist der messende Teil der Projektsteuerung. Es stellt Plan- und Istwerte gegenüber – Stunden, Termine, Fortschritt – und leitet daraus Kennzahlen und einen Forecast ab. Projektcontrolling entscheidet nicht, es liefert die Grundlage für die Entscheidung. In Linetrack entsteht es aus dem laufenden Task-Tracking und den importierten Ist-Zeiten statt aus einer monatlichen Excel-Auswertung.
Wie funktioniert Projektüberwachung im laufenden Projekt?
Projektüberwachung läuft über zwei Datenströme: Fortschrittsrückmeldungen der Mitarbeiter aus dem Task-Tracking und Ist-Zeiten aus der Zeiterfassung. Beide werden gegen den Plan gestellt. Sichtbar wird damit nicht nur, dass ein Vorgang hinterherhängt, sondern auch, welche Folgevorgänge und welche parallel laufenden Projekte davon betroffen sind. Genau diese projektübergreifende Sicht fehlt reinen Einzelprojekt-Werkzeugen.
Welche Software eignet sich für Projektplanung in der Industrie?
Für Industrieprojekte eignet sich eine Software, die Termine und Kapazitäten in einer Datenbasis plant und den Fortschritt laufend zurückmeldet – kein reiner Terminplaner. Linetrack ist genau darauf ausgelegt: kollaborative Projektplanung plus native Kapazitätsplanung in einem System, zugeschnitten auf Maschinen- und Anlagenbau, Gebäude- und Energietechnik, Bau und Infrastruktur sowie Entwicklungsbereiche. Die Funktionen des Planungsmoduls stehen auf der Produktseite Projektplanung.
Was kostet eine Software für Projektplanung und Projektsteuerung?
Linetrack kostet ab 10 € pro Nutzer und Monat. Das Lizenzmodell ist modular: Der Preis richtet sich nach Nutzeranzahl, Rollen und den gebuchten Funktionsbausteinen. Ein Mitarbeiter, der nur Aufgaben zurückmeldet, kostet damit weniger als ein Projektleiter mit vollem Planungszugriff. Einführung und Rollout werden separat kalkuliert, weil ihr Umfang von der Zahl der beteiligten Abteilungen abhängt.
Braucht man für Projektsteuerung ein ERP-System?
Nein. Projektsteuerung und ERP lösen verschiedene Aufgaben: Das ERP führt Stammdaten, Stücklisten, Beschaffung und Abrechnung, die Projektsteuerung plant Termine und Kapazitäten und misst den Fortschritt. Linetrack ist bewusst kein ERP und keine Zeiterfassung – es plant und steuert, es rechnet nicht ab. Ist-Zeiten kommen per Schnittstelle: 50 % der Kunden mit laufender Schnittstelle importieren sie aus der Zeiterfassung. Welche Systeme angebunden sind, steht unter Integrationen.
Wie lange dauert die Einführung von Linetrack?
Der Rollout beginnt im Projektmanagement: Im Median vergehen zwischen Kick-off und dem ersten selbst geplanten Projekt 10 Arbeitstage – unabhängig von der Unternehmensgröße. Danach wird stufenweise in weitere Abteilungen ausgerollt, während bestehende Projekte weiterlaufen. 56 % der Kunden hatten in den ersten sechs Monaten zusätzlich eine laufende Schnittstelle im Einsatz.
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Linetrack im Detail
Die Module hinter Projektplanung und Projektsteuerung: