Case Study

Schnaithmann Maschinenbau: abteilungsübergreifende Projektplanung mit Linetrack

Ein Projektmanagementsystem ohne die nötige Transparenz, daneben isolierte Planungslisten einzelner Abteilungen: Das war die Ausgangslage. Heute plant Schnaithmann abteilungsübergreifend in einem System – von der Vertriebsphase bis zum Projekttracking.
  • Automatisierungstechnik
  • Montage- und Prüfanlagen
  • Transfersysteme
  • Sondermaschinenbau

Wofür nutzt Schnaithmann Linetrack?

Schnaithmann Maschinenbau, Systemlieferant für Automatisierungstechnik aus Remshalden bei Stuttgart, nutzt Linetrack für die abteilungsübergreifende Termin- und Ressourcenplanung. Der Automatisierer plant damit Projekte von der Vertriebsphase bis zum Projekttracking in einem System. Ein zuvor eingesetztes Projektmanagementsystem und isolierte Planungslisten einzelner Abteilungen wurden abgelöst. Das Linetrack-Team hat dafür Altdaten migriert und die Anwender geschult.

Das Unternehmen

Was Schnaithmann baut

Karl Schnaithmann gründete das Familienunternehmen 1985. Heute sitzt es in Remshalden-Grunbach bei Stuttgart und beschäftigt 255 Mitarbeitende. Das Portfolio steht auf drei Säulen: Flexible Profilsysteme, Modulare Transfersysteme und die Montageautomation, in der beide zu kompletten Montage- und Prüfanlagen zusammenlaufen. Die Anlagen gehen in Automotive, Elektronik, Konsumgüter, Gebäudetechnik und erneuerbare Energien.

Daraus ergibt sich die Planungslast. Ein Auftrag kann eine einzelne Arbeitsplatzlösung sein oder eine verkettete Produktionsstraße mit Robotik und Prüftechnik. Konstruktion, Fertigung, Montage und Inbetriebnahme greifen bei jedem größeren Auftrag ineinander, und dieselben Fachabteilungen bedienen parallel Neuanlagen und RetroFit-Aufträge im Bestand. Genau dafür ist Linetrack im Maschinen- und Anlagenbau gebaut – und im Sondermaschinenbau mit hohem Engineering-Anteil erst recht.

Modulares Transfersystem von Schnaithmann Maschinenbau mit Zuführstrecken und Hubeinheit

Kundenstimme

„Eine Lösung, die funktioniert

„Vor Linetrack hatten wir ein Projektmanagementsystem im Einsatz, das uns in vielen Bereichen nicht die nötige Transparenz geboten hat. Zudem arbeiteten verschiedene Abteilungen mit eigenen, isolierten Planungslisten.

Mit Linetrack konnten wir diese Abläufe ablösen und verfügen heute über eine professionelle, abteilungsübergreifende Termin- und Ressourcenplanung – von der Vertriebsphase bis zum Projekttracking. Besonders schätzen wir die kollaborative Arbeitsweise und die enge Unterstützung des Linetrack-Teams, das die Software auf unsere Anforderungen angepasst, die Altdaten migriert und unsere Mitarbeiter geschult hat.

Linetrack ist für uns nicht einfach ein weiteres Tool, sondern eine Lösung, die funktioniert.“

Niklas Reitinger

Leiter Projektmanagement

Schnaithmann Maschinenbau GmbH
Schnaithmann
Niklas Reitinger, Leiter Projektmanagement bei Schnaithmann Maschinenbau

Die Ausgangslage

Wie plante Schnaithmann vor Linetrack?

Vor der Einführung war bereits ein anderes Projektmanagement-System im Einsatz. Es brachte eine Vielzahl an Funktionen mit, war in der Praxis aber unübersichtlich und schwer zu bedienen, dazu kamen lange Ladezeiten. Für den eigentlichen Zweck – Projekte einfach und effizient zu planen und zu steuern – reichte das nicht. Am Ende war es eine weitere Insel im Projektmanagement.

Parallel dazu planten die Fachabteilungen weiter in Excel, allen voran die Personaleinsatzplanung. Der Vertrieb führte eigene Listen, etwa für die Projektkalkulation und für Auskünfte gegenüber Lieferanten. Exporte aus der Planung liefen ebenfalls nicht zuverlässig.

Damit lagen mehrere getrennte Systeme und Listen nebeneinander, von denen jede einen Ausschnitt des Projektmanagements abbildete. Die Inseln spielten nicht sauber zusammen. Ein durchgängiger Überblick über die Projekte und ihre Planung war nur eingeschränkt möglich.

Schaubild: Projektmanagement und Vertrieb arbeiten auf einer gemeinsamen Insel, die Fachabteilungen darunter führen jeweils eigene Excel-Listen, dazwischen fliegen lose offene-Punkte-Listen

Die Einführung

Vom Systemvergleich zum schrittweisen Rollout

Schnaithmann verglich mehrere Systeme und entschied sich für Linetrack. Der Rollout begann mit der Migration: Die Projektdaten wurden aus dem bisherigen System exportiert und in Linetrack konfiguriert. Der Account war vollständig vorkonfiguriert, als die Arbeit damit losging – die laufenden Projekte standen bereits darin.

Dazu entstanden gemeinsam Planungsvorlagen für die verschiedenen Maschinentypen. Seitdem läuft die Planung standardisiert und deutlich schneller. Konfiguration und Migration nahmen zwei bis drei Wochen in Anspruch.

Die Schulungen folgten und waren in rund zwei Wochen durch. Zuerst das Projektmanagement mit der Anlage und Verwaltung von Projekten, dann der Vertrieb mit dem Anlegen von Vertriebsprojekten und der Übergabe ans Projektmanagement, danach schrittweise die Fachabteilungen.

Der interne Rollout lief parallel. Vertrieb und Projektmanagement zuerst, weil die Projekte vollständig und korrekt im System stehen mussten – sie bilden den Rahmen, in dem die Fachabteilungen später planen. Danach kamen die Fachabteilungen nach und nach dazu, und die Excel-Listen wurden Stück für Stück abgelöst. Wie dieser Ablauf grundsätzlich aussieht, steht unter Einführung von Linetrack.

Schnittstellen

Die Personalabwesenheiten laufen automatisch aus der Zeiterfassung in die Planung. Damit sitzt jeder Urlaub und jede Krankmeldung in der Kapazität, ohne dass sie jemand nachträgt.

Schaubild: vertikaler Ablauf des Rollouts von Kickoff über die parallel laufende Migration und Erstellung der Planungsvorlagen bis zu den vier Schulungsschritten Projekt- und Forecastplanung, Feinplanung, Tasktracking und Szenarioplanung, als eine gemeinsame Phase gruppiert

Die Lösung

Was heute anders läuft

Vier Dinge laufen seit der Einführung anders.

Eine Datenbasis statt Inselplanungen

Vertriebsliste, Projektplan und die Excel-Dateien der Fachabteilungen sind zu einem System geworden. Linetrack begleitet den gesamten Planungs- und Steuerungsprozess auf der Zeit- und der Kapazitätsschiene: Das Projektmanagement setzt Phasen und Termine, die Fachabteilungen terminieren ihre Vorgänge darin, und für die verschiedenen Maschinentypen liegen Planungsvorlagen bereit. Verschiebt sich etwas, sehen die nachgelagerten Bereiche den neuen Starttermin, ohne dass jemand eine Datei nachpflegt. Siehe kollaborative Grob- und Feinplanung.

Pattern für Problem-Cards.

Engpässe fallen auf, solange sie zu lösen sind

Weil alle Projekte auf dieselben Ressourcen rechnen, wird eine Überlast sichtbar, sobald sie entsteht – und nicht erst, wenn ein Termin reißt. Über die hinterlegten Ressourcenangaben rechnet Linetrack die Planung nach vorn, einschließlich der Vertriebsprojekte, die noch kein Auftrag sind. Wer entscheiden muss, ob ein Zusatzauftrag noch in das Jahr passt, sieht die Auslastung der beteiligten Bereiche über alle laufenden Projekte hinweg. Siehe Ressourcen- und Kapazitätsplanung.

Pattern für Problem-Cards.

Der Stand aller Projekte, jederzeit

Vergangenheit und aktueller Stand liegen in derselben Ansicht, einschließlich der Verzögerungen, die ein Projekt gerade mitschleppt. Für die Projektleitung heißt das: Der Statusbericht ist der Systemstand und nicht das Ergebnis einer Abfragerunde. Die Geschäftsleitung schaut auf dieselbe Übersicht, in der die Projektleitungen arbeiten. Siehe Multiprojektmanagement.

Pattern für Problem-Cards.

Jeder sieht, warum etwas passiert

Verschiebt sich ein Termin, steht im System, welcher Vorgang ihn bewegt hat und welche Bereiche das trifft. Die Übergabe vom Vertrieb ans Projektmanagement läuft am selben Projekt statt über eine Liste. Das nimmt Rückfragen aus dem Alltag und macht Entscheidungen auch für die nachvollziehbar, die sie nicht getroffen haben. Siehe Vorgänge und Nachverfolgung.

Pattern für Problem-Cards.

Das Ergebnis

Ein durchgängiges Multiprojektmanagement

Die getrennten Planungsinseln sind schrittweise in einem System zusammengeführt.

Aus dem Rollout

2–3Wochen

für Konfiguration und Migration. Die Projektdaten kamen aus dem Altsystem; der Account war fertig eingerichtet, bevor der erste Anwender damit gearbeitet hat.

2Wochen

für sämtliche Schulungen, in dieser Reihenfolge: Projektmanagement, Vertrieb, danach die Fachabteilungen.

Was heute gilt

Planungsvorlagen je Maschinentyp

statt Projektpläne von Grund auf. Die Planung ist damit standardisiert und läuft deutlich schneller.

Die Excel-Listen sind abgelöst

Fachabteilung für Fachabteilung, zuletzt die Personaleinsatzplanung, die vorher in eigenen Dateien lief.

Vergangenheit, Stand und Vorschau in einem System

Der Projektstand zeigt bestehende Verzögerungen, die Vorschau rechnet über die hinterlegten Ressourcen nach vorn.

Häufige Fragen

Fragen zu Projektmanagement-Software im Maschinenbau

Noch Fragen?

Buchen Sie sich einen Termin mit unserem Team.

Welche Projektmanagement-Software nutzt der Maschinenbau?

Im Maschinen- und Anlagenbau kommen überwiegend Systeme zum Einsatz, die Termine und Kapazitäten projektübergreifend abbilden – klassisch MS Project, ERP-eigene Projektmodule oder spezialisierte Plattformen wie Linetrack. Entscheidend ist weniger der Funktionsumfang als die Frage, ob die Fachabteilungen selbst im System planen. Tun sie es nicht, entstehen wieder Listen daneben.

Wie lange dauert die Einführung einer Multiprojektmanagement-Software?

Über alle produktiven Linetrack-Implementierungen hinweg liegt der Median vom Kick-off bis zum ersten real geplanten Projekt bei zehn Arbeitstagen, unabhängig von der Unternehmensgröße. Der volle Rollout über alle Abteilungen dauert länger und hängt daran, wie viele Altdaten migriert werden und wie die Schulungen getaktet sind. Details unter Einführung von Linetrack.

Lässt sich Linetrack an ein bestehendes ERP anbinden?

Ja. 56 % der Kunden haben innerhalb der ersten sechs Monate eine Schnittstelle programmiert, gut ein Drittel davon eine ERP-Anbindung. Alle importieren Personalabwesenheiten aus Zeiterfassung oder HR, die Hälfte zusätzlich Ist-Zeiten für den Soll-Ist-Vergleich. Welche Objekte in welcher Richtung laufen, klärt die ERP-Integration.

Was unterscheidet Linetrack von Asana, Trello oder Monday?

Linetrack ist kein Taskboard für kleine Teams. Der Unterschied liegt in der Kapazitätslogik: Vorgänge tragen Aufwände, Ressourcen tragen Verfügbarkeiten, und Überlast wird projektübergreifend als Konflikt sichtbar. Wer nur Aufgaben verteilen will, ist mit einem Board schneller. Wer Termine gegen Kapazität rechnen muss, braucht die Planungslogik.

Warum reicht Excel für die Projektplanung im Sondermaschinenbau nicht?

Excel bildet einen Projektplan ab, aber keine Abhängigkeit zwischen Plänen. Sobald zwei Projekte auf dieselbe Elektrokonstruktion zugreifen, steht die Auslastung in keiner Datei. 91 % der Linetrack-Kunden nannten das Nebeneinander aus Excel und Einzeltools als Ausgangslage. Der Vergleich steht unter Linetrack vs. Excel.

Setzt Schnaithmann Maschinenbau Linetrack im gesamten Unternehmen ein?

Die Planung läuft abteilungsübergreifend. Zuerst gingen Vertrieb und Projektmanagement produktiv, danach kamen die Fachabteilungen schrittweise dazu; die zuvor genutzten Excel-Listen wurden dabei abgelöst. Der Bogen reicht vom Vertriebsprojekt über die Übergabe ans Projektmanagement bis zur Personaleinsatzplanung in den Fachabteilungen.